Der Spieler und Lebemann R.P. McMurphy hat keine Lust, seine Haftstrafe mit Arbeitsdienst abzusitzen. Stattdessen stellt er sich verrückt und lässt sich in ein psychiatrisches Krankenhaus einliefern, um die Patienten dort mit Hilfe des Glücksspiels um Ihre Stütze zu bringen. Dies ist die Ausgangssituation des Stücks „Einer flog über das Kuckucksnest“ von Dale Wasserman nach dem Bestseller von Ken Kesey, welches das TUD-Schauspielstudio unter der Regie von Daniela Decker und Mark Müller-Linow ab 30. Oktober aufführt.
Bei seiner Ankunft ist McMurphy (Michael Frenkel) geschockt über die menschenverachtenden Methoden der Krankenschwester Ratched (Steffi Pfleiderer). Schwester Ratched hat sowohl das Personal - inklusive dem Arzt (Ralf Pfleiderer) - als auch die Patienten unter ihrer totalen Kontrolle. Wer sich nicht anpasst, wird mit Elektroschocks gefügig gemacht. Der rebellische McMurphy kann die strikte Ordnung aber nicht akzeptieren und sagt dem brutalen System den Kampf an. Dadurch reißt er auch die anderen Patienten aus ihrer Lethargie. Die Patienten - unter ihnen das suizidgefährdete Muttersöhnchen Billy (Adrian Schad) und der katatonische Indianer Bromden (Dirk Kerber) - blühen zum ersten Mal richtig auf. Die despotische Ratched kann das jedoch nicht akzeptieren und nimmt daher den Kampf auf. Sie schlägt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zurück, von denen Elektroschocks noch die harmlosesten sind....
==> Aufführungstermine: Premiere am Freitag, 30.10., weitere Termine: Sa, 07.11. || So, 08.11. || Do, 12.11 || Fr, 13.11. || Mi, 18.11. || Sa, 21.11. || Fr, 27.11. || Di, 01.12. und Sa, 05.12. jeweils um 20 Uhr! <==
Karten können Sie reservieren per Telefon oder E-Mail:
Tel: 0162-7268439
Mail: karten_at_tud-schauspielstudio.de
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Premieren-Kritik des Darmstädter Echo vom 2. November:
... ein in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts uraufgeführtes Theaterstück kann heute noch Beklemmung auslösen. Wirkungsmächtig präsentierte das Schauspielstudio der Technischen Universität Darmstadt (TUD) am Freitagabend die Premiere der Psychiatriesatire „Einer flog über das Kuckucksnest“ des US-Amerikaners Dale Wasserman nach dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey. Gleich in der ersten Minute des Zweiakters wird den zahlreichen Besuchern im Köhlersaal des alten TU-Hauptgebäudes vorgeführt, dass die gesellschaftlichen Zwänge zu psychischen Deformationen bei Durchschnittsbürgern führen, bis sie schließlich in der Nervenheilanstalt landen.
Das in der Inszenierung von Daniela Decker und Mark Müller-Linow fein austarierte und den gesamten Saal einnehmende Ensemblespiel führt ein Panoptikum skurriler Charaktere vor. Der zermürbende Klinikalltag zwischen Stationsvisite, Medikamenteneinnahme unter Musikberieselung und enervierenden Gruppentherapiesitzungen entfaltet seine pathogene Wirkung auf die Insassen...
...Das Publikum spendet der Inszenierung viel Beifall.
Filmprojekt
Ein neues Projekt ist die Produktion des Kurzfilms "Allele" (20min). Das Drehbuch hat Roland Johannes mit Hilfe von viel Kritik und guten Ideen der Schauspielgruppe geschrieben. Die Regie führt Daniela Decker.
Zur Handlung: Ein Mann auf einem Dach, er zielt mit einem Gewehr auf eine Person im gegenüberliegenden Gebäude. Eine Frau, die gerne ihre Mittagspause dort verbringt, trifft ungewollt auf ihn. Sie versucht sich vergeblich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Durch die Situation ensteht eine zwanghafte Nähe. Sie erfährt mit der Zeit die Hintergründe der geplanten Tat. Ihr gelingt es den Attentäter zunächst von seinem Vorhaben abzubringen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und sie liegt selber mit dem Gewehr an der Dachkante... und drückt ab.
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